XV Viel Engagement in Höringhausen

In zehn Jahren der Dorferneuerung hat sich in Höringhausen das Dorfbild erheblich verbessert. Ein neuer Dorfplatz wurde geschaffen die Fassade vom Museum und vom Hause der Musik wurden renoviert und  viele  Privatleute nutzten die finanzielle Unterstützung zur Restaurierung ihrer Häuser.
Besonders großen Anteil am Gelingen hat aber eine Arbeitsgruppe engagierter Höringhäuser Rentner, die in über 1000 Stunden Eigenleistung an der Verbesserung des Gesamteindrucks mitwirkten.
Ortsvorsteher Uwe Wagner: „Mit ihren Eigenleistungen haben sie in unserem Dorf in den letzten Jahren sehr viel getan und verändert. Ohne sie wären einige Dorferneuerungsmaßnahmen nicht umgesetzt worden.“  Bei der feierlichen  Abschlussveranstaltung am 18.Septemberhob Bürgermeister Jörg Feldmann  den ehrenamtliche Einsatz und die stets gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung hervor. Auch Arbeitskreisvorsitzender Peter Trietsch war voll des Lobes für das große Engagement der `Rentnertruppe.
Um mit den veranschlagten finanziellen Mitteln der Dorferneuerung möglichst viel gestalten zu können gründete sich 2008 diese Arbeitsgruppe Ihr erstes Projekt war  die Neugestaltung des Bereichs vor der Friedhofskapelle und des dazugehörigen Parkplatzes. Die rüstigen Rentner übernahmen alle Pflaster – und  Erdarbeiten sowie die Neubepflanzungen und gestalteten in diesem Rahmen  auch das anonyme Urnenfeld.
Viele Arbeitsstunden wurden  in die Umgestaltung des Vorplatzes der Kirche investiert. So ist ein offener Platz zwischen Kirche und Gemeindehaus entstanden, der beide Gebäude sehr gut miteinander verbindet und bei vielen Gelegenheiten gerne genutzt wurde.
Das Ehrenmal in der Höringhäuser Hauptstraße ist heute ein echter Hingucker, besonders bei Dunkelheit, wenn es angeleuchtet wird. Diese Gedenkstätte wurde nicht in den Maßnahmenkatalog der Dorferneuerung  aufgenommen, obwohl der Arbeitskreis es schon zu Beginn als dringend notwendig ansah, Verbesserungen vorzunehmen. Auch hier griff die Gruppe selbsverständlich ein, nahm Säge, Spaten und Harke und befreiten das Ehrenmal aus seinem Dornröschenschlaf.
Nach den Abrissarbeiten der Stallungen des ehemaligen Hofgutes wurden mehrere Brunnen gefunden, die zu früheren Zeiten die Wasserversorgung sicherten. Zusammen mit dem Arbeitskreis wurde beschlossen den zentralen Brunnen „Am Kübenborn“ auf den historischen Fundamenten neu aufzubauen. Zur Abdeckung stellte Heinrich Figge ein kunstvollgestaltetes Gitter her. Der Brunnen ist heute Mittelpunkt  des Dorfplatzes und eine Sitzgruppe lädt zum Verweilen ein.
Alte ortshistorische Steine zeugen von der interessanten Vergangenheit des Dorfes. Diese Steine wurden von der Gruppe aus dem Höringhäuser Museum geholt und in die Lindenallee eingepasst. Über Tafeln kann sich jetzt jeder über ihre Geschichte informieren.
Zur Erinnerung an die ehemaligen Stallungen des Hofguts verlangte der Denkmalschutze den Aufbau einer Mauerecke. In den Reihen der Arbeitsgemeinschaft befinden sich viele fachkundige Handwerker. und so entstand aus Sandsteinen der Abrissgebäude eine niedrige Mauerecke an der Einfahrt zur Straße zum Kübenborn.
Zum Leidwesen der Höringhäuser wurde die Gesamtsanierung des  Bürgerhauses aus dem Maßnahmenkatalog der Dorferneuerung gestrichen.  Aber wenigstens die Fassade sollte im neuen Glanz erscheinen. Also ging das tatkräftige  Truppe erneut ans Werk und verpasste in vielen Arbeitsstunden dem viel besuchten Bürgerhaus einen neuen Anstrich. Der Treppenaufgang und die Terrasse vor der Bürgerhausgaststätte wurden neu gepflastert. So entstand ein einheitliches Bild des neuen Eingangsbereiches.
Auf der langen Liste der Arbeiten, die von der Gruppe zum Wohle ihres Dorfes erbracht wurden, stehen noch die Pflege und Anpflanzung von Bäumen und Sträuchern, Säuberungsaktionen oder Arbeiten in der Grundschule und dem Gemeindehaus, Anlegen einer Boule-Bahn sowie das Aufstellen von Fahrradständern und Abfalleimern. Viel handwerkliches Geschick, langjährige Erfahrung, altes Wissen und so mancher Trecker Einsatz waren bei diesen Arbeitseinsätzen erforderlich. Nach beendigtem Tagespensum wurde so manche gemütliche Feierabendstunde verbracht.
Der Tatendrang der Arbeitsgruppe ist ungebremst groß, sodass die Liste bestimmt in den nächsten Jahren um Einiges länger wird.

ag-wifuehoe_brunnen_presse

Zur Arbeitsgruppe gehören Friedhelm Fingerhut, Lothar Schirmer, Heinrich Figge, Otto Engelbrecht, Wilfried Schuppe, Joachim Mißler, Gerhard Köhler, Fritz Berges, Heinz Schirmer, Günter Fischer, Karl-Heinz Zimmermann, Fritz Lohaus, Helmut Fritsche, Wilfried Schäfer und Manfred Schulze.

Hermann Eßbach und Gerhard Berthold, die auch immer tatkräftig mitwirkten, sind leider in diesem Jahr verstorben.

 

 

Bild

Aktiv am Dorfplatz v. links: Karl-Heinz Zimmermann, Manfred Schulze, Joachim Mißler, Friedhelm Fingerhut, Gerhard Köhler, Lothar Schirmer, Fritz Lohaus, Otto Engelbrecht