NABU: Gewässeruntersuchung mit Naturpark-Profis
Wasserqualität der „Wilde“ ist insgesamt als gut einzustufen

Bei bestem Sonnenschein trafen sich 17 Mitglieder des NABU Höringhausen und weitere Interessierte, um gemeinsam mit dem Naturpark Kellerwald-Edersee den Bach „Wilde“ bei Höringhausen unter die Lupe zu nehmen. Angeleitet wurden sie von Herrn Roth und Frau Wolf, die anschaulich zeigten, wie sich die Qualität eines Gewässers mit einfachen Mitteln untersuchen lässt.
Ausgerüstet mit Sieben, Schüsseln und Keschern gingen die Teilnehmenden in kleinen Gruppen an den Bach. Sie fingen Kleinstlebewesen aus dem Wasser, um diese anschließend mit Lupen und Hilfe von Bestimmungskarten genauer zu bestimmen. Besonders zahlreich wurden Bachflohkrebse gefunden, die als empfindliche Zeigerorganismen für eine nur gering belastete bis saubere Wasserqualität gelten. Daneben entdeckten die Gruppen Köcherfliegenlarven, Libellenlarven, Wassersasseln, einen Molch und in einem Bereich sogar Strudelwürmer.
Anhand der gefundenen „Zeigertiere“ konnten die Teilnehmenden nachvollziehen, welche Arten bei welcher Wasserqualität vorkommen und wie sich aus der Artenzusammensetzung eine Einschätzung für den Bach ableiten lässt. Die Altersspanne von etwa 8 bis 75 Jahren machte deutlich, wie niedrigschwellig und zugleich spannend solche Naturerkundungen für alle Generationen sein können. Mit verschiedenen Lupenarten wurden die nur wenige Millimeter großen Tierchen neugierig betrachtet – für viele war es das erste Mal, diese Bachbewohner aus der Nähe zu sehen.
Das Ergebnis der Untersuchung konnte sich sehen lassen: Aufgrund der gefundenen Organismen kamen Herr Roth und Frau Wolf gemeinsam mit den Teilnehmenden zu dem Schluss, dass die Wasserqualität der „Wilde“ insgesamt als gut einzustufen ist. Die Aktion zeigte eindrucksvoll, wie wichtig naturnahe Bäche für die Artenvielfalt sind und wie anschaulich Umweltbildung vor Ort gelingen kann – ein Gewinn für Natur, NABU und die Menschen in Höringhausen.



