2024 WLZ 01. 07. „Persönlicher Pokal für jeden“

Verabschiedung der Klassen neun und zehn im Schulzentrum „An der Warte“

VON JÖRG SCHÜTTLER

Auf in den neuen Lebensabschnitt: die Klasse R10 des Schulzentrums „An der Warte“. Fotos: Schüttler

Sachsenhausen „Jeder nimmt heute seinen persönlichen Pokal mit nach Hause. Ihr seid erfolgreich in eurem ersten Finale“, rief Schulleiterin Nermin Akkus in der Sachsenhäuser Stadthalle den erfolgreichen Absolventen des Sachsenhäuser Schulzentrums an der Warte zu, die ihre Abschlusszeugnisse in Empfang nahmen.

Die diesjährigen Abschlussschüler seien für sie ein besonderer Jahrgang: „Viele von euch haben mit mir in der fünften Klasse angefangen. Das Jahr 2018 war sozusagen auch das Jahr meiner Einschulung“, blicke Akkus auf ihren Beginn als Schulleiterin in Sachsenhausen zurück.

„In den letzten Wochen und Monaten musstet ihr nicht nur für die Prüfungen lernen und euer alltägliches Training absolvieren, sondern auch viele wichtige Entscheidungen für euren weiteren Lebensweg treffen. Sei es, sich für eine Ausbildung zu entscheiden oder weiter zur Schule zu gehen“, lobte Akkus in Anlehnung an die Fußball-EM.

„Mit euren Klassenlehrern habt ihr gute Coaches und Trainer gehabt, die euch nicht nur auf Schule, sondern auch auf außerschulische Spiele vorbereitet haben.“

Zuvor waren die Absolventen in die festlich geschmückte Stadthalle eingezogen und erhielten von den zahlreichen Gästen standing ovations. Emily Bagniewski und Shaded Al-Hamod (R10) führten humorvoll durch das Programm.

„Meine R10 verdient die beste, wundervollste, fantastischste Abschlussrede überhaupt“, lobte Klassenlehrerin Hanna Grell ihre Schüler: „Nichts ist geeignet, um die gemeinsame Zeit in Worte zu fassen. Ihr werdet für immer meine erste eigene Klasse und ein Teil meines Herzens sein.“ Sie bedankte sich auch bei den Eltern für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit. Michael Stracke, Klassenlehrer der V9b, ermunterte die Abschlussklassen: „Seid stolz auf eure Leistungen und habt keine Angst vor zukünftigen Herausforderungen.“

Waldecks Bürgermeister Jürgen Vollbracht gratulierte den Absolventen und appellierte an sie, sich „für unsere Gesellschaft einzusetzen“ und sich ehrenamtlich zu engagieren: „Man wird sicher auch Umwege in Kauf nehmen müssen, aber wir wachsen daran.“ Allerdings stehe jetzt erst einmal der erreichte Erfolg im Mittelpunkt: „Habt Spaß an diesem Tag und genießt es.“

Elternbeirätin Nadine Seifert-Börger riet den Schülern „an diesem besonderen Tag: Seid mutig und glaubt an eure Fähigkeiten. Findet euren Weg und lasst euch nicht beirren.“ Sie bedankte sich bei den Lehrern, die „nicht nur Wissen vermittelten“, sondern auch die Eltern unterstützt hätten.

Lilli-Manu Paul und Leni Winterberg (R10) ließen die vergangen Jahre Revue passieren und blickten auf „viele tolle Freundschaften“, die an der Schule entstanden seien, zurück. Als Highlights hoben sie die Klassenfahrten an den Gardasee und nach Verona sowie die Abschlussfahrt nach Berlin hervor. Besonders bedankten sie sich bei ihrer Klassenlehrerin Hanna Grell: „Ohne sie würden wir heute nicht hier stehen.“ Anschließend bedankten sich die Absolventen bei ihren Lehrern mit Geschenken und Blumen.

Von den Realschülern erreichte Amelie Neumann mit einem Notendurchschnitt von 1,3 den besten Abschluss, gefolgt von Yannic Daniel Daniel und Lieke Kroppen mit 1,5 sowie Laura Bernhard und Emily Bagniewski mit 1,7. Den besten Hauptschulabschluss erhielt Lara Joy Lamm mit 2,0. Für besonderes soziales Engagement wurden Amelie Neumann und Lilly-Manu Paul ausgezeichnet. 15 Schüler erreichten einen qualifizierenden Hauptschulabschluss, 19 einen qualifizierenden Realschulabschluss.