170 Grenzsteine als stille Zeugen der Höringhäuser Geschichte
Heimatmuseum: Grenzstein Nr. 103 in Neudorf repariert

Seit der Vermessung der Gemarkung Höringhausen durch den Korbacher Landmesser Jeremias Nicolai 1753 wurden 170 Grenzsteine aufgestellt. Andauernde Grenzstreitigkeiten mit dem waldeckischen Ausland sollten vermieden werden.
Auch heute noch markieren diese Steine die Gemarkungsgrenze.
Oft genug werden sie beschädigt, verschoben, umgeworfen oder verschwinden auch mal ganz.
Die Interessengemeinschaft Heimatmuseum Höringhausen sorgt für den Erhalt der Steine und überprüft regelmäßig ihren Zustand am jeweiligen Standort.
Am 11. Juni 2026 trafen sich Reinhard Tent (Ober-Waroldern), Wilfried Schäfer, Heinz Lamm, Friedhelm Fingerhut und Karl-Anton Krause (alle Höringhausen) auf Neudorf um Grenzstein Nr. 103 zu reparieren.
Geschichtsinfo:
Die Geschichte Höringhausens ist auch eine Grenzgeschichte: Der Ort war lange Zeit eine hessische Enklave mitten im waldeckischen Raum. Deshalb markierten die Grenzsteine nicht nur eine Gemarkung, sondern auch eine historische Grenze zwischen zwei Herrschaftsbereichen.



